holztechnologie - Ausgabe 5/2015

Knauf, M.; Frühwald, A.

The future development of the German wood-based panel industry; Analysing expert assessments during a German congress in 2011

Die Zukunft der deutschen Holzwerkstoffindustrie; Expertenbefragung im Rahmen einer deutschen Konferenz 2011

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 5 - 12 : 6 Abb., 26 Lit.

Zsfass.: GER

"Der Beitrag verfolgt zwei Ziele: 1) Er stellt eine Methode vor, wie die Expertise von Teilnehmern einer wissenschaftlichen Konferenz bzw. einer Branchenkonferenz genutzt werden kann, um Aussagen zu bestimmten Themen, z. B. zur Zukunft eines Wirtschaftssektors zu erhalten. 2) Es werden die Ergebnisse einer Befragung von Experten der deutschen Holzwerkstoffindustrie auf dem 9. Holzwerkstoffkolloquium in Dresden (Dezember 2011) zu möglichen Entwicklungen der deutschen Holzwerkstoffindustrie bis 2020 vorgestellt. Die Ergebnisse werden in den Kontext der bisherigen Zukunftsforschung in der Forst- und Holzwirtschaft gestellt. Die befragten Experten sehen die Entwicklung energieeffizienter Produkte und Nachhaltigkeitsaspekte beim Bauen als besonders wichtig an. Die Technologien werden sich nicht grundsätzlich ändern, ebenso wenig die formaldehydbasierten Klebstoffsysteme. Dagegen werden Direktdruck, kleinere Losgrößen, Rohstoffeffizienz und ein höherer Laubholzeinsatz bedeutender." (Autorenreferat)

 

 

Teischinger, A.; Hansmann, C.; Stingl, R.; Hüttler, B.; Gronalt, M.

Die Schnittholztrocknung im durchlaufenden Brettfilm

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 13 - 18 : 7 Abb., 1 Tab., 14 Lit.

"In dem Beitrag wird das technologische Konzept einer kontinuierlichen Trocknung von Schnittholz im Brettfilm vorgestellt. Das Konzept hat gegenüber der herkömmlichen Schnittholztrocknung im Brettstapel den Vorteil, dass verschiedene Trocknungstechnologien in einer Sequenz geschaltet werden können. Zudem können Techniken der Wärmeübertragung an dem Trocknungsgut angewandt werden, die im Brettstapel allein aus der Geometrie des Stapels nicht anwendbar sind. Exemplarisch wurden Trocknungstechnologien an 40 mm dicken Fichtenbrettern mit aus der Literatur bzw. aus eigenen Versuchen ermittelten Trocknungsraten miteinander verglichen und in einem Modell strukturiert. In diskreter Materialflusssimulation kann dann unter bestimmten Randbedingungen hinsichtlich der Trocknungsgeschwindigkeit eine optimale Sequenz mehrerer Techniken gefunden sowie die erwartete Trocknungsdauer bestimmt werden." (Autorenreferat)

 

 

Solt, P.; Rindler, A.; Schnabel, T.; Barbu, M.C.; Petutschnigg, A.

Hochverdichteter Verbundwerkstoff auf Basis von Lederfalzresten und Holzfasern; Untersuchungen zu mechanischen Eigenschaften

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 19 - 24 : 3 Abb., 1 Tab., 31 Lit.

"Das Up-cycling vermeintlicher Reststoffe aus industriellen Produktionszyklen bietet einen nachhaltigen Weg der Rohstoffbeschaffung. Im Zuge dieser Arbeit wurden unter Einsatz von Fichtenfasern sowie pflanzlich und mineralisch gegerbten Lederfalzresten (Wet White, Wet Blue) hochverdichtete Faserplatten (HDF) mit unterschiedlichen Lederanteilen hergestellt. Anschließend wurden die  mechanischen und physikalischen Eigenschaften analysiert und untereinander sowie mit denen von Holzfaserplatten verglichen. Untersucht wurden die Querzugfestigkeit, der Biege-E-Modul sowie die Biegefestigkeit der Platten. Bei den harnstoffharzgebundenen HDF-Platten zeigten die Ergebnisse eine Verbesserung der Querzugfestigkeit mit zunehmendem Wet-Blue-Lederanteil, wohingegen die übrigen mechanischen Eigenschaften (Biegefestigkeit und E-Modul) abnahmen. Die Resultate unterstreichen die Verwendung von Lederfalzresten in hochverdichteten Holzfaserplatten." (Autorenreferat)

 

 

Swaboda, C.; Fischer, M.; Salzwedel, K.

Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Hydrophobierung von Holz und zur Fixierung von Wirkstoffen mit chemisch härtenden Ölen

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 25 - 30 : 6 Abb., 2 Tab., 4 Lit.

"Hydrophobierung ist ein Weg, um Hölzer dauerhaft vor Feuchtigkeit und Pilzbewuchs schützen und ihre Maßhaltigkeit verbessern zu können. Neben zahlreichen chemischen und thermischen Verfahren und dem Einsatz synthetischer Modifizierungsmittel wie Paraffinwachsen gelangen seit einigen Jahren verstärkt Öle und Wachse auf Naturbasis in den Blickpunkt. Während diese an den Oberflächen gut vernetzen, treten sie aus dem Holzinneren langfristig wieder aus, was zu Schwarzfärbungen und Bakterienbewuchs führen kann. Vorgestellt wird ein Spartränkverfahren für Buchenholz mit kupferhaltigen Hydrophobierungsmitteln auf Basis oxidativ trocknender natürlicher und/oder modifizierter Öle und der Nachweis ihrer Vernetzung im Inneren des Holzes durch eine Mikrowellenbehandlung und Lagerung an Luft. Auswaschversuche nach DIN EN 84 (1997) ergaben erwartungsgemäß eine deutliche Reduzierung der Kupferauswaschung sowie eine deutliche verbesserte Resistenz gegenüber dem Angriff von Braun- und Weißfäulepilzen sowie Moderfäule. Bei ausreichendem Vernetzungsgrad des Öls konnten sogar ohne Kupfer maximale Masseverluste unter 5 % erzielt werden, was eine Nutzung in GK 3 und 4 möglichen machen wird." (Autorenreferat)

 

 

Grüll, G.; Illy, A.; Forsthuber, B.

Methode für vergleichende Farbmessungen von Lasuren auf Holz

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 31 - 38 : 10 Abb., 1 Tab., 17 Lit.

"Für Farbvergleiche von transparenten Beschichtungsstoffen auf Holz im Labor wurde eine Messmethode entwickelt. Sie basiert auf der Herstellung von spiegelgleichen Brettoberflächen aus dickeren Holzpfosten und einer positionierten Messung mit einer beidseitig verwendbaren Schablone. Eine Validierung der Methode wurde mit identen Beschichtungen auf beiden Brettseiten in verschiedenen Lasurfarbtönen durchgeführt und ergab idente Farbmesswerte. An weiteren Proben, auf denen verschiedene Beschichtungsstoffe des gleichen Farbtones in Streichqualität und als verdünntes Konzentrat verarbeitet wurden, konnten die geringen visuell erkennbaren Farbunterschiede gut quantifiziert werden." (Autorenreferat)

 

 

Weinert, M.

Neue Anwendungen für die Falttechnologie

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 39 - 43 : 6 Abb., 1 Tab., 4 Lit.

"Die Eignung der PET-Folie wurde hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften für den Faltvorgang nachgewiesen. Unter Verwendung dieser Folie konnte das Verfahren dahingehend weiterentwickelt werden, dass mittels beidseitigem Fräsen von dünnen plattenförmigen Holzwerkstoffen ein "Rückwärtsfalten" (Origami) ermöglicht wird, wodurch zusätzlich zu den bekannten Faltkonzepten neue Körperformen erzeugt werden können. Die Folie bestätigte über Dauerfaltversuche ihre Eignung als Scharnier. Die gefrästen V-Nuten sind zwingend gegen das Eindringen von Feuchte zu schützen. Hierfür können sowohl Klebebänder als auch flüssige Imprägnierungen verwendet werden. Als besonders geeignet hat sich ein einkomponentiger, reaktiver Polyurethan-Verdichtungswerkstoff erwiesen. Dieses Mittel führt zu leichten Dunkelfärbungen der V-Nut, greift aber die Folie und ihre Verklebung nicht an. Neben einem Web-Tool zur Dimensionierung abgefalteter Böden wurde eine erste Musterserie eines Kleinkorpussystems entwickelt, erprobt und präsentiert." (Autorenreferat)

 

 

Charwat-Pessler, J.; Schraml, R.; Uhl, A.; Entacher, K.; Petutschnigg, A.

Review: Rückverfolgbarkeit von Rundholz innerhalb der Logistikkette Wald-Werk; Jüngste Forschungsergebnisse im Überblick

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 44 - 50 : 5 Abb., 1 Tab., 15 Lit.

"In einer Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule Salzburg, Standort Kuchl, und der Universität Salzburg wird im Rahmen eines Grundlagenforschungsprojekts an einem digitalen Fingerabdruck zur Rückverfolgbarkeit von Rundholz gearbeitet. Dabei soll ein Bloch (Rundholz) innerhalb der Logistikkette Wald-Werk anhand zweier Bilder identifiziert werden können, wobei das erste Bild bei der Fällung im Forst und das zweite Bild im Sägewerk aufgenommen wird. Ähnlich wie bei einem menschlichen Fingerabdruck stellen Jahrringe und Lage der Markröhre, Merkmale in der Hirnfläche, biometrische Merkmale dar, die zu einer Erkennung und somit Rückverfolgbarkeit genutzt werden können. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass eine Rückverfolgbarkeit von Blochen anhand biometrischer Merkmale grundsätzlich möglich ist und wie solche Merkmale in Bildern extrahiert werden können." (Autorenreferat)

 

 

Barbu, M.C.

Universitäre Ausbildung für Holzwissenschaft in Europa und weltweit; Teil 11: Deutschland (2)

Holztechnologie 56(2015)5. - S. 51 - 54 : 14 Lit.

"In mehreren Teilen werden wichtige Hochschulinstitutionen für Holzwissenschaft und Holztechnologie in Europa, Asien und Amerika kurz vorgestellt. Nachdem in den vorherigen neun Beiträgen 30 europäische Länder (inkl. Russland und Türkei) behandelt wurden und in Teil 10 mit Deutschland begonnen wurde, folgt jetzt die Fortsetzung zu Deutschland. Ausbildungsstätten in Dresden, Göttingen, Lemgo, Rosenheim und Rottenbach werden vorgestellt." (Autorenreferat)

 

 

Wagenführ, R.; Weiß, B.

Erle

Holztechnologie 56(2015)5. - S. o. A. : 3 Abb.

Zur Holzart Erle (Alnus glutinosa)sind angegeben: Namen, Vorkommen, Farbe, Textur, Geruch, makroskopische und mikroskopische Strukturmerkmale, physikalische, mechanische und chemische Eigenschaften, Bearbeitung einschließlich Trocknung, Verklebung und Oberflächenbehandlung, Holzfehler, Dauerhaftigkeit (gering) und Verwendung (Messer- und Schälfurnier, Konstruktionsholz für Wasserbauten, Spezialholz für Span- und Faserplatten, Papier- und Zellstoffindustrie, Musikinstrumente, Modelltischlerei, Bleistifte, Spielzeug, zum Drechseln und Schnitzen, als Pressvollholz und Polymerholz). Wintereinschlag, Wasserlagerung und rascher Einschnitt werden empfohlen; als Imitation für Nussbaum, Kirschbaum und Mahagoni geeignet. Etwa 30 Alnus-Arten sind bekannt.

DB Holz
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