Gorski, J.; Niemz, P.

Verschleißeinfluss auf das Frequenzspektrum des Schneidegeräusches beim Fräsen


Die Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Holz verarbeitenden Industrie verlangt die Entwicklung einer automatisierten Maschinendiagnostik. Besonders wichtig ist dabei eine Online-Diagnostik des Verschleißes der Holzbearbeitungswerkzeuge. Es wurde mittels eines akustischen Messfühlers überprüft, ob die Geräuschemission beim Fräsen zur Erkennung der Schneidenabstumpfung genutzt werden kann. Dabei wurden Frequenzen über 50 kHz verwendet und elektronisch weiterverarbeitet. Bearbeitet wurde Eichenholz mit einer Feuchte von 12 % und einer Dichte von 790 kg/m3. Die Untersuchungen erfolgten in drei Phasen: Datenaufnahme mit scharfen Fräser, Verschleiß erzeugen, Datenaufnahme mit abgestumpften Fräser. Die Messung der akustischen Emission hoher Frequenz (50 bis 400 Hz) kann eine in der Praxis nutzbare Informati-onsquelle über den Zustand eines zweischneidigen Fräswerkzeuges sein. Die auf diese Weise erhaltenen Informationen haben die gleiche Bedeutung wie Messungen der nied-rigen Frequenzen (20 bis 500 Hz) mit einem Mikrophon. Eine Kontaktmessung ist weni-ger gegen Einflüsse von außen empfindlich. Die Änderung des Frequenzspektrums des Signals durch das Auftreten eines zusätzlichen Peaks der Frequenz ist ein deutlicher Hinweis auf eine Asymmetrie, die durch allmählichen Schneidenversatz der Haupt-schneide während der Bearbeitung des Holzes hervorgerufen wird.


Erschienen in Heft 3/2006, S. 45 - 46


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DB Holz
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