Herold, J.; Rehm, K.; Kröppelin, U.; Britzke, M.

Neues Verfahren zum Erzeugen von Krafteinleitungspunkten in leichten Sandwichplatten mit Papierwabenkern


Bei der Verwendung rahmenloser Leichtbauplatten mit Papierwabenkern und Decklagen dicker als 3 mm besteht im Möbelbau die Problematik der Beschlagsbefestigung. Um solche Platten industriell nutzen und konventionelle Beschlagstechnik weiter verwenden zu können, kann ein neuartiges Verfahren zur Erzeugung von Krafteinleitungspunkten eingesetzt werden. Die Technologie nutzt ein Hinterschnittwerkzeug, das unter der Deckschicht einen Raum zur Injektion von Harzen oder Schäumen ausräumt und so die Möglichkeit der Beschlagsbefestigung eröffnet. Zur Diskussion stehen zwei Verfahrensvarianten: Nach Vorbohren, Hinterschneiden und Befüllen mit einer zweikomponentigen Polyurethan-Vergussmasse erfolgt in Variante 1 die Bohrung zur Befestigung der Beschläge, in Variante 2 wird mit dem Befüllen gleichzeitig ein Adapter eingepresst. Es wurden fünf Massen für die Befüllung getestet: Gießmassen auf Basis von Polyurethan und Polyester, diese Gießmassen mit Füllstoffen gestreckt, schäumende Füllmassen. Zur Charakterisierung der Beanspruchbarkeit der Verbindung wurde die Schraubenauszugskraft in Anlehnung an DIN 320 ausgewählt. Das Verfahren gestattet, die nötige örtliche Verstärkung im Bereich der Beschläge an beliebigen Stellen rahmenlos gefertigter Bauteile einzubringen.


Erschienen in Heft 3/2006, S. 43 - 44


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