Roffael, E.; Hennecke, U.; Dix, B.; Krug, D.; Stephani, B.

Zur Feuchtebeständigkeit und Hydrolyseresistenz von mitteldichten Faserplatten (MDF); Teil 2: Einfluss des Aufschlussverfahrens und des Bindemittels auf die physikalisch-technologischen Eigenschaften von MDF

 


An mitteldichten Faserplatten (MDF), hergestellt unter Einsatz eines alkalisch härtenden Phenolformaldehydharzes (PF-Harz), eines Tanninformaldehydharzes (TF-Harz) sowie eines Klebstoffs auf Basis von polymerem Diphenylmethandiisocyanat (PMDI) aus nach dem thermomechanischen (TMP) und chemo-thermomechanischen (CTMP) Verfahren erzeugten Kiefernholzfasern, wurde die Hydrolyseresistenz untersucht. Als Maß für die Hydrolyseresistenz diente die Veränderung der Querzugfestigkeit, der Dickenquellung und der Wasseraufnahme der Platten nach Lagerung bei 40 °C und 60 °C Wassertemperatur für 24 Stunden und 3 Wochen. Die Verwendung von PMDI hatte bei Einsatz von CTMP im Vergleich zu TMP einen überaus positiven Einfluss auf die Hydrolyseresistenz der hergestellten MDF. Bei Einsatz von TF-Harz und PF-Harz war die po-sitive Wirkung des CTMP-Verfahrens auf die Hydrolyseresistenz der MDF vergleichsweise schwächer. Zudem lassen die Ergebnisse vermuten, dass bei Verwendung von PF-Harz eine Nachhärtung unter Einwirkung von Wasser und einer erhöhten Tempera-tur stattfindet. Insoweit scheint die Hydrolyseresistenz der MDF sowohl vom Auf-schlussverfahren (TMP- und CTMP-Verfahren) als auch vom Bindemittel (PF-Harz, TF-Harz, PMDI) besonders beeinflusst zu werden. Die Wechselwirkung zwischen Aufschlussverfahren und Bindemittel ist je nach Bindemittel unterschiedlich.


Erschienen in Heft 3/2006, S. 25 - 31


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