2005/01/04

Tröger, J.; Enßle, M.

Kalibrieren von Holzwerkstoffen mittels Stirnplanfräsen

 


Bei der Kalibrierung von Holz und Holzwerkstoffplatten kann die teilweise Substitution von Schleifen durch Stirnplanfräsen Energieeinsparung und die Verminderung von Werkzeugkosten ermöglichen. Die am Institut für Werkzeugmaschinen durchgeführten Untersuchungen galten der Verbesserung der Schneidengeometrien und -werkstoffe sowie der günstigen Wahl geeigneter Einstellungsparameter. Dabei zeigten ballige mit PKD beschichtete Diamantschneiden bei großen Zahnvorschüben und kleinen Schnitt-geschwindigkeiten bei der Bearbeitung von Spanplatten die besten Ergebnisse. Selbst nach 500 km Vorschubweg kann theoretisch die geforderte Vorfräsqualität von 100 µm Kernrautiefe erreicht werden, dem sich nur noch ein Schleifprozess anschließt. Obwohl bei Standardspanplatten teilweise bereits durch verbesserte Pressverfahren das erfor-derliche Mindestaufmaß von 0,6 mm erreicht oder gar unterschritten wird, gibt es noch bei vielen Werkstoffproduzenten und besonders im Massivholzbereich genügend Spiel-raum. Bei größeren Plattendicken von z.B. 50 mm können Aufmaße von 1,2 mm noch nicht unterschritten werden, so dass durch das Stirnplanfräsen ökonomische Vorteile erzielt werden können.


Erschienen in Heft 1/2005, S. 29 - 34


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