2005/01/01

Roffael, E.; Hennecke, U.; Behn, C.; Schneider T.

Zur Veränderung des Holzes während des thermomechanischen Holzaufschlusses bei der Herstellung von mitteldichten Faserplatten (MDF)

 


Die hydrothermische Behandlung des Holzes während der MDF-Herstellung verändert die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Holzes bzw. der daraus hergestellten Fasern deutlich. Es bilden sich in Abhängigkeit von der Aufschlusstemperatur wasser-lösliche Holzabbauprodukte wie niedermolekulare Kohlenhydrate und flüchtige Säuren, die die verleimungsrelevanten Eigenschaften (pH-Wert, Pufferkapazität) der Fasern beeinflussen. Die hergestellten Fasern weisen eine niedrigere Ausgleichsfeuchte auf als das eingesetzte Holz. Die aus den Fasern mit UF-Harz hergestellten MDF liegen in der Ausgleichsfeuchte niedriger als die Holzfasern. Das Entfernen der wasserlöslichen Stoffe vor dem Beleimen mit säurehärtenden Harnstoffformaldehydharzen (UF-Harzen) hat negative Auswirkungen auf die mechanisch-technologischen Eigenschaften und die Dickenquellung der hergestellten MDF.


Erschienen in Heft 1/2005, S. 7 - 12


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