holztechnologie - Aktuelle Ausgabe

Kurzfassungen der Beiträge aus Heft 6/2011


Ruminski, N.; Zscheile, M.; Hapla, F.

Die ausbeuterelevanten bzw. -bestimmenden Holzmerkmale der Buche und daraus resultierende Probleme für rein optisch basierte Sortiersysteme; Teil 2: Anwendungsmöglichkeiten der laserinduzierten Fluoreszenz (LIF) zur Optimierung der Sortierverfahren

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 5 - 11 : 7 Abb., 1 Tab., 15 Lit.

Teil 1 in Holztechnologie 52(2011)5. - S. 5 – 10

 

"In Teil 1 wurden die unterschiedlichen farblichen Merkmale von Buchenholz und deren Einfluss auf die automatisierte Schnittholzsortierung dargestellt. Teil 2 befasst sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, die Zuverlässigkeit der bestehenden optisch basierten Sensorsysteme im Bereich der farblichen Sortierung zu steigern. Zu diesem Zweck wurden in dieser Voruntersuchung unterschiedliche Holzproben mit Hilfe der laserinduzierten Fluoreszenz (LIF) untersucht. Das Ziel der Voruntersuchungen bestand darin, festzustellen, ob mit Hilfe der LIF farbliche Merkmale ergänzend zu bereits verfügbaren optischen Sortierverfahren besser erfasst werden können." (gekürztes Autorenreferat) Mit der LIF ist aus Sicht der orientierenden Untersuchungen die Lösung bisher problematischer Sortieraufgaben, wie beispielsweise die sichere Erkennung von Verfärbungen wie Stockflecken, Einläufe, Bläue, Rotstreifigkeit sowie die Unterscheidung von Splint zu Kern, denkbar. Die Voruntersuchungen zeigen, dass es möglich sein wird, die durch Verfärbungen im Holz vorkommenden Fluorophore zu messen und auszuwerten. Ziel weiterer Untersuchungen ist es, die dabei infrage kommenden Einfluss- und Kenngrößen hinsichtlich ihrer Mess- und Auswertbarkeit zu analysieren und zu bewerten.

 

 

Hosseinkhani, H.; Layeghi, M.; Mousavi, S.M.R.; Barzegar, M.; Kharazipour, A.

An experimental study on thermal conductivity of Populus alba, Carpinus betulus, Acer laetum, Ulmus glabra, Pinus radiata and Alnus subcordata

Experimentelle Untersuchungen der Wärmeleitfähigkeit des Holzes der Baumarten Poplus alba, Carpinus betulus, Acer laetum, Ulmus glabra, Pinus radiata und Alnus subcordata

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 12 - 16 : 2 Abb., 7 Tab., 8 Lit.

 

"Es werden Untersuchungsergebnisse der nach der ASTM-C177-Methode bestimmten thermischen Leitfähigkeiten bei verschiedenen Temperaturen für die aus dem Nordiran stammenden Holzarten Populus alba, Carpinus betulus, Acer laetum, Ulmus glabra, Pinus radiata und Alnus subcordata beschrieben. Für diese Messungen wurden jeweils zwei Holzproben mit den Maßen von 200 mm x 200 mm x 10 mm eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wärmeleitfähigkeit aller Holzarten von der Temperatur linear abhängig ist. Es hat sich herausgestellt, dass die Wärmeleitfähigkeiten bei jeder der sechs Holzarten zwischen einer Temperaturspanne von 40 grd C und 80 grd C am besten zu ermitteln sind. Abschließend sind die sechs Holzarten verglichen worden, woraus geschlossen werden kann, dass Carpinus betulus die höchste Wärmeleitfähigkeit besitzt." (gekürztes Autorenreferat)

 

 

Wimmer, R.; Felber, G.; Teischinger, A.

Biegemechanische Eigenschaften von Fichte in Abhängigkeit von Feuchtigkeit und Temperatur

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 17 - 21 : 2 Abb., 2 Tab., 15 Lit.

 

"Der Einfluss der Temperatur auf mechanische Holzeigenschaften ist für verschiedene Anwendungen von Bedeutung, wobei dem Einfluss der Holzfeuchtigkeit besondere Bedeutung zukommt. Es wurde die Wechselwirkung zwischen Temperatur und Feuchtigkeit für Biegeeigenschaften von Fichtenholz untersucht, des Weiteren der Einfluss der Temperatur bei feuchtem und trockenem Holz, die Rolle der Eisbildung sowie das auftretende Bruchbild bei der Biegeprüfung. Es zeigten sich signifikante Wechselwirkungen zwischen Feuchtigkeit und Temperatur. Die untersuchten Effekte erklärten 74 % der Variation der Biegefestigkeit sowie 54 % der Varianz der Biegesteifigkeit. Die Brucharbeit war von diesen Effekten unabhängig. Der Bruch der nassen und gefrorenen Proben trat in der Zugzone der Biegeproben ein, bei nicht gefrorenen Proben versagte hingegen zuerst die Druckzone. Unter Verwendung der Mischungsregel aus der Verbundwerkstofftheorie konnten die experimentellen Ergebnisse zum Einfluss des gefrorenen Wassers in Zellhohlräumen theoretisch bestätigt werden." (gekürztes Autorenreferat)

 

Dix, B.

Einfluss der beim thermomechanischen Holzaufschluss entstehenden Abbauprodukte auf die Festigkeiten und Emissionen von mitteldichten Faserplatten (MDF); Teil 2: Mitteldichte Faserplatten

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 22 - 28 : 5 Abb., 4 Tab., 20 Lit.

Teil 1 in Holztechnologie 52(2011)5. - S. 22 – 27

 

"Thermomechanisch (TMP) und chemo-thermomechanisch (CTMP) hergestellte Faserstoffe aus Kiefer und Buche wurden mit Wasser bzw. einer Harnstofflösung gewaschen. Aus den ungewaschenen und gewaschenen Faserstoffen wurden MDF mit Harnstoffformaldehydharz (UF-Harz), Phenolformaldehydharz (PF-Harz) und polymerem Diisocyanat (PMDI) hergestellt und deren technologische Eigenschaften sowie Emissionen an Formaldehyd und weiteren VOC ermittelt. Die Entfernung von Holzabbauprodukten durch das Waschen beeinflusste die Eigenschaften der MDF in Abhängigkeit von Holzart, Aufschlussverfahren und Bindemittel unterschiedlich. UF-Harz-gebundene MDF aus ungewaschenem TMP wiesen vorwiegend höhere Festigkeiten auf als MDF aus gewaschenem TMP. Demgegenüber war bei den UF-Harz-gebundenen MDF aus CTMP der negative Einfluss des Waschens der Faserstoffe deutlich weniger ausgeprägt. Bei PF-Harz-gebundenen MDF aus CTMP erhöhte das Waschen der Faserstoffe größtenteils die Festigkeiten der MDF, bei PMDI-gebundenen MDF hatte das Waschen der Faserstoffe nur einen geringen Einfluss. Die Emissionen der MDF an Formaldehyd, Furfural, Ameisen- und Essigsäure wurden durch das Waschen der Faserstoffe deutlich vermindert." (gekürztes Autorenreferat)

 

 

Scholz, G.; Militz, H.

Materialeigenschaften wachsimprägnierten Holzes; Kurzfassung einer Dissertation

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 29 - 33 : 2 Abb., 3 Tab., 40 Lit.

 

"Es wird ein Überblick über Erkenntnisse und Materialeigenschaften von mit heißschmelzenden Wachsen imprägniertem Massivholz gegeben, der auf einer Dissertation basiert, deren wesentliche Ergebnisse bereits publiziert wurden. Die hydrophoben Einlagerungen tragen zu einer signifikanten Herabsetzung der Aufnahme gasförmigen und flüssigen Wassers bei. Die mechanischen Festigkeiten und die Härte werden zum Teil deutlich erhöht. Das Material versprödet im Gegensatz zu einigen anderen Holzmodifizierungen nicht. Wachsimprägniertes Holz vergraut und bleibt anfällig gegenüber Bläue. Diese Effekte bleiben im Unterschied zu unbehandelten Kontrollen nur auf die Oberfläche beschränkt. Die Dauerhaftigkeit gegenüber pilzabbauenden Basidiomyceten, Moderfäule und Termiten wird generell verbessert. Bei einigen Festigkeiten, der Prozessführung oder auch der Auswirkung der Resistenz gegenüber xylobionten Insekten zeigte sich ein spezifischer Einfluss des jeweiligen Wachstyps." (gekürztes Autorenreferat)

 

 

Rug, W.; Eichbaum, G.; Linke, G.

Vergleichende Festigkeitsuntersuchungen an Holz mit dem Dynstat-Verfahren

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 34 - 40 : 11 Abb., 4 Tab., 17 Lit.

 

"Die Anwendung des Dynstat-Verfahrens bei der Prüfung von Holz bietet die Möglichkeit, Festigkeitsuntersuchungen mit relativ geringem Materialaufwand durchzuführen. Für die Anwendung dieser Prüfmethode ist es jedoch notwendig, die Beziehung zwischen Dynstat- und Drei-Punkt-Biegeversuch zu kennen. Zu diesem Zweck wurden vergleichende Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse zusammengefasst dargestellt sind." (gekürztes Autorenreferat) Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass das Dynstat-Verfahren eine praktische Methode zur Prüfung von Holz darstellt, auch als zerstörungsarme Prüfmethode zur Untersuchung von verbautem Holz. Vorteilhaft ist neben dem geringen Materialaufwand und der beinahe Fehlerfreiheit der Prüfkörper auch die Möglichkeit der Herstellung von Prüfkörpern aus Bohrkernen und die Erstellung eines tiefengestaffelten Festigkeitsprofils. Vorschläge für die entsprechenden Umrechnungsfaktoren zwischen Dynstat- und Drei-Punkt-Biegeversuch werden vorgelegt. Die Weiterführung der Untersuchung für bisher nicht betrachtete Holzarten und den Einfluss der Wuchsmerkmale erscheint sinnvoll.

 

 

Teibinger, M.; Peherstorfer, H.

Feuerwiderstand von Holzrahmenkonstruktionen; Untersuchungen und Berechnungen zum verbleibenden Restquerschnitt

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 41 - 46 : 5 Abb., 1 Tab., 30 Lit.

 

"Es werden die Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchungsreihe zum Restholzquerschnitt von Holzrahmenbauteilen unter Brandbeanspruchung zusammengefasst. Es konnte gezeigt werden, dass der Faktor zur Berücksichtigung des verbleibenden Schutzes k3 nach ÖNORM EN 1995-1-2 zu erhöhten Restholzquerschnitten führt. Es wurde basierend auf den durchgeführten Untersuchungen für den Fall einer Bekleidung aus Gipsplatten ein abgewandelter Vorschlag erarbeitet, welcher zu einem realistischeren Ergebnis führt." (gekürztes Autorenreferat) Es wurden Großbrandversuche von Holzrahmenwandbauteilen nach ÖNORM EN 1365-1 (2000) und Holzrahmendeckenbauteilen nach ÖNORM EN 1365-2 (2000) durchgeführt. Im Vorfeld wurden von den verwendeten Konstruktionshölzern Dichte, Feuchtegehalt und der dynamische E-Modul, von den Bekleidungen Dichte, Feuchtegehalt und Dicke und von den Dämmstoffen die Dichte bestimmt. Es wurden fünf Holzrahmenwände mit Steinwolledämmung bzw. mit Isover Ultimate untersucht.

Gelhard, A.; Plaschkies, K.; Weidlich, S.

Polsterhygiene und Feuchtigkeitsmanagement; Untersuchungen zu mikrobieller Aktivität und Schimmelpilzbelastung in modernen Sitzpolsterungen

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 47 - 51 : 4 Abb., 1 Tab., 11 Lit.

 

"Es wurde untersucht, inwieweit Sitzpolsterungen bei vorgesehener Nutzung oder Einbringen größerer Flüssigkeitsmengen der Gefahr mikrobieller Aktivität ausgesetzt sind. Physiologische Untersuchungen wurden um mikrobiologische und chemisch analytische Untersuchungen ergänzt und Korrelationen zwischen beiden ermittelt. Es wurde nachgewiesen, dass in der vorgesehenen oder missbräuchlichen Nutzung von Polsterungen Feuchtetransport- und Akkumulationsprozesse auftreten können, die mikrobiologische Aktivität unterstützen können. Dabei weisen die Einzelkomponenten unterschiedliche Anfälligkeiten für einen Befall mit Mikroorganismen auf. Die erfolgten Messreihen haben Möglichkeiten aufgezeigt, diese Prozesse beispielsweise durch Ableitung der Feuchtigkeit in horizontalen Zwischenschichten positiv zu beeinflussen." (gekürztes Autorenreferat)

 

 

Oberdorfer, G.; Leps, T.

Normung von Sandwichplatten für Möbel - Initiierung, erste Ergebnisse und Ausblick

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 52- 54 : 2 Abb.

 

Die fehlende Standardisierung erschwerte bisher die Vermarktung von Sandwichplatten. Innerhalb des CEN/TC 112 "Holzwerkstoffe" wurde deshalb die WG 4 "Testmethoden" mit der Aufgabe betraut, eine Norm mit relevanten Testmethoden zur Bestimmung der Leistungseigenschaften zur Spezifikation von Sandwichplatten für Möbel zu erstellen. Da die üblichen mechanischen Prüfungen an Spanplatten nicht für die Charakterisierung von Sandwichplatten für den Einsatz im Möbelbau geeignet sind, galt es, weitere Merkmale für den Einsatz im Möbelbau in die neue Norm aufzunehmen. Für die Erarbeitung der Testmethoden für Sandwichplatten für Möbel (kurz SWB-F) wurde innerhalb der WG 4 die Projektgruppe "Sandwichboard" (PG-SWB) eingerichtet, deren Mitglieder aus Deutschland, Finnland, der Niederlande, Italien, Österreich, Schweden und der Slowakei die Hersteller von Plattenrohmaterialien und Sandwichplatten, die Möbelzulieferindustrie und die Forschungseinrichtungen vertraten. Nunmehr ist ein normatives Dokument mit einheitlichen Testverfahren für Sandwichplatten für Möbel im Entwurfsstadium fertiggestellt und damit ein erster Schritt für die Normierung von Sandwichplatten gesetzt.

 

 

Stys, T.

Deutsche Schutzrechtsanmeldungen zum Thema "Extrusion und Extruder", 1980-2010

Holztechnologie 52(2011)6. - S. 55- 57 : 1 Abb., 2 Tab., 5 Lit.

 

Extruder sind Geräte zur Förderung von Materialien nach dem Prinzip der Archimedischen Schraube unter hohem Druck (20 bar bis 700 bar), hoher Temperatur (60 grd C bis 300 grd C), mit möglichst hoher Gleichmäßigkeit zu einer formgebenden Öffnung, um sie in die gewünschte Form zu pressen. Das Verfahren, Extrusion genannt, ist eine Grundform in der Aufbereitungstechnik. Extruder arbeiten als Aufbereitungs- oder Verarbeitungsextruder und sind mit verschieden Anbaugeräten versehen, z. B. Zufuhrvorrichtungen, Mischer, Dosiervorrichtungen, Messelektronik, Ausgabeeinheiten. Aspekte der Extrusion bzw. der Extruder werden in verschiedenen Subsektionen der IPC abgehandelt, darunter auch in Subsektion B27 Holztechnologie. Die Schutzrechtsanmeldungen richten sich auf ein Produkt (Granulate, Pellets, Profile), auf eine verfahrenstechnische Spezifik oder auf spezielle Zusatzgeräte (Heizung, Kühlung, Einspritzdüsen, Dosiergeräte, Mess- und Prüfeinrichtungen). Insgesamt sind rund 6000 Dokumente relevant. Häufigste Anmeldernennungen sind BASF, Battenfeld, Berstorff, Gefinex, Windmoeller & Hoelscher, Bayer, Siemens und Pallmann. Es ist nicht zu erwarten, dass die Anzahl der Anmeldungen in der nächsten Zeit wesentlich zurückgehen wird.

 

 

Wagenführ, R.; Weiß, B.

Pau rosa

Holztechnologie 52(2011)6. - S. o. A. : 3 Abb., 2 Lit.

 

Zur Holzart Pau rosa (Swartzia fistuloides Harms, S. madagascariensis Desv.) sind angegeben: Namen, Vorkommen, Farbe, Textur, Geruch, makroskopische und mikroskopische Strukturmerkmale, physikalische (Rohdichte bis 950 kg/m3), mechanische und chemische Eigenschaften, Bearbeitung einschließlich Trocknung und Verklebung, Dauerhaftigkeit (pilz-, insekten- und witterungsfest) und Verwendung (Deckfurnier für Möbel und Innenausbau, Parkett, Musikinstrumentenbau).

 

 

DB Holz
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